23.märz 1998
Liebes Tagebuch:
Heute kam ich in die neue Klasse auf dem Land. Ich bin direkt hineinspaziert und wollte, nachdem ich mir ihre Namen angehört hatte, wissen was die Hobbys der Schüler sind. Der erste den ich fragte erzählte mir dass er gern tischlerte und ich fragte ihn was er denn so zusammentischlerte. Da sagte er er baue ein tragbares. „Und?“, Fragte ich, „Ein tragbares was?“ „Das weiß ich noch nicht, kam es von ihm, „ich hab ja erst den Griff gebaut.“ Da ich noch weitere solcher Antworten hörte ließ ich es wieder sein.
24.märz 1998
Liebes Tagebuch:
Ich habe heute Die Hefte ausgeteilt und ließ sie beschriften. Da fragte ein Junge(der Clown der Klasse) wie denn das ginge. Ich überlegte kurz und gab ihm eine(um ihn bloßzustellen) möglichst präzise Anleitung nähmlich dass er es machen solle wie auf einer Postkarte. Tja das hab ich jetzt davon, nämlich ein Heft wo oben steht:
Liebe Grüße und viele Bussis Johnny; Mit den nun beschrifteten Heften ließ ich die Schüler gleich einen Aufsatz schreiben um auszulooten wie gut ihre Orthographie(Rechtschreibung) ist.
28.märz 1998
Liebes Tagebuch:
Ich habe 2 Lieblinge in der Klasse. Einen Klassenclown Namens Johnny Fishfood und eine vorlaute Schülerin Namens Michi Storm. Als ich sie heute am Schulhof traf und Michi fragte wie es ihr bis jetzt in der Schule gegangen wäre und wie sie es gefunden habe sagte sie: „Wie im Paradies……man kann jeden Tag hinausgeworfen werden.“Ich ermahnte sie zur Fleissigkeit und zeigte ihr das Manuskript meines Buches. Darauf meinte sie: “Wow, so einen Mann möchte ich auch mal haben.“
30.märz 1998
Liebes Tagebuch:
Heute mitten unter der Stunde kletterte Johnny beim Fenster herein. Als ich ihn darauf ansprach sagte er dass ich gesagt habe dass ich ihn nicht mehr durch diese Tür zu spät kommen sehen wolle. Ansonsten ist nichts Außergewöhnliches vorgefallen. Halt nein eigentlich doch. Michi ist während des Unterrichts demonstrativ unaufmerksam blickend und kaugummikauend in hinter dem Tisch gelümmelt. Ich befahl ihr: „Nimm den Kaugummi aus dem Mund und ab in den Papierkorb.“ Daraufhin sie: „Der Kaugummi auch?“
31.märz 1998
Liebes Tagebuch:
Heute machte ich die Schüler darauf aufmerksam dass um 20:00 das einmalige Auftreten der Mondfinsternis sei. Da wurde ich gefragt: Auf welchem Sender bitte? Enttäuscht von so viel Unbildung und Fernsehverseuchung lasen wir im Lesebuch spannende Geschichte über eine Eisbärenjagd. Johnny, der geschlafen hatte gab mir nachher folgende Zusammenfassung: Zwei Männer gehen am Nordpol auf Eisbärenjagd. Einer hat sich extra eine sandfarbene Jacke angezogen damit er ja nicht angeschossen wird. Der andere brennt ihm dennoch eine Ladung Schrot in den allerwertesten Arsch. Da schreit er ihn an: „Bist du verrückt geworden. Was sollte den das?“ Darauf der Andere: „Entschuldigung aber ich hab dich mit einem Kamel verwechselt und dachte es wollte mich anfallen.“
Ich wurde dann von dort an eine halbwegs normale Schule versetzt. Am tollsten an dieser Schule waren aber sicher die Aufsätze. Hier einige Auszüge:
Im Spital stellte sich heraus dass ich mir den Oberschenkel der rechten Hand gebrochen hatte.
Er ist mit einer Prellung und einer Gehirnerschütterung noch halbwegs gut ums Leben gekommen.
Die Ärzte kämpften
mit dem Leben des Patienten.
Ich betrat den Frisiersalon, grüßte Gott und setzte mich.
Der Einbrecher stieg durchs Fenster und grübelte in meiner Nachtischlade herum.
Bald waren wir alle gewaschen, gekämmt und gefrühstückt.
Ich habe am Wochenende nichts gemacht. Ich habe faul gelenzt.
Beim Ausbruch des Vesuvs kamen 2000 Menschen ums leben, die restlichen starben.
Das Mädchen fiel von der Bank und blieb
unerregt liegen.
Jedes Auto hat vorne zwei
Schweinwerfer.
Als ich bei meiner Tante zu Besuch war, hatte die gerade junge Kätzchen bekommen.
Wer?Als ich das sah, rann ich zu meiner Mutter.
Als ich sah, dass alles in Ordnung war, legte ich mich zufriedenstellend ins Bett.
Manche Menschen entrümpeln ihr Haus und werfen es dann in den Wald.